| 87:52:52 h (40,504 km/h) |
||
| Zweiter | + 0:58 min | |
| Dritter | + 1:13 min | |
| Vierter | + 2:10 min | |
| FĂŒnfter | + 3:05 min | |
| Sechster | + 4:28 min | |
| Siebenter | + 6:25 min | |
| Achter | + 6:55 min | |
| Neunter | + 7:12 min | |
| Zehnter | + 9:05 min | |
| 270 P. | ||
| Zweiter | 220 P. | |
| Dritter | 217 P. | |
| 128 P. | ||
| Zweiter | 80 P. | |
| Dritter | 80 P. | |
| 88:04:24 h | ||
| Zweiter | + 1:27 min | |
| Dritter | + 17:01 min | |
| 263:29:57 h | ||
| Zweiter | + 15:35 min | |
| Dritter | + 1:05:26 h | |
Die 95. Tour de France begann am Samstag, dem 5. Juli 2008 in Brest und endete am Sonntag, dem 27. Juli auf der Avenue des Champs-ĂlysĂ©es in Paris. Die GesamtstreckenlĂ€nge betrug 3559,5 km und war damit Ă€hnlich lang wie im Vorjahr; dabei waren insgesamt rund 50.000 Höhenmeter zu ĂŒberwinden.
Gesamtsieger wurde Carlos Sastre vom Team CSC-Saxo Bank. Damit siegte nach Ăscar Pereiro (2006) und Alberto Contador (2007) zum dritten Mal in Folge ein Spanier.
Am 3. Juni 2008 wurde bekannt, dass diese Tour de France von der ASO unter Oberaufsicht des französischen Radsportverbands FFC und nicht der UCI ausgetragen werden wird, wie zuvor schon die vom gleichen Veranstalter durchgefĂŒhrten Radrennen ParisâNizza und ParisâRoubaix.[1] Als Reaktion darauf drohte die UCI teilnehmenden Teams mit Bestrafung und suspendierte den französischen Radsportverband[2][3]. Die Tour de France 2008 wurde aus dem Kalender der UCI ProTour 2008 gestrichen.
Eine Ănderung im Reglement war der Wegfall der Zeitgutschriften bei den Zwischensprints und im Etappenziel.
Inhaltsverzeichnis |
Bearbeiten Ausgangslage
Bearbeiten Teilnehmerfeld
Am 20. MĂ€rz 2008, gab die ASO die 20 teilnehmenden Teams bekannt. Mit Ausnahme des Teams Astana um Vorjahressieger Alberto Contador wurden alle ProTour-Teams eingeladen. BegrĂŒndet wurde der Ausschluss des Teams Astana mit seiner Verwicklung in den Dopingskandal Fuentes und die aufgedeckten FĂ€lle der ehemaligen Astana-Fahrer Alexander Winokurow und Andrei Kaschetschkin. Die drei Professional Continental Teams Agritubel, Barloworld und Garmin-Chipotle (ehemals Slipstream-Chipotle) erhielten eine Wildcard.
Als Favoriten fĂŒr die Gesamtwertung galten der Tourzweite 2007 Cadel Evans und Alejandro Valverde. Weitere AnwĂ€rter auf das Gelbe Trikot waren Denis Menschow, Vuelta-Sieger 2005 und 2007, Damiano Cunego, Sieger des Giro dâItalia 2004, Kim Kirchen, Siebter des Jahres 2007, sowie die Klassementfahrer vom Team CSC: Carlos Sastre, Vierter bei der Tour 2007 und die Luxemburger Andy und FrĂ€nk Schleck.
Michael Rogers war nach seinem langen Ausfall aufgrund Pfeifferschen DrĂŒsenfiebers nicht am Start. Ihm fehlte die Form fĂŒr eine dreiwöchige Rundfahrt.[4]
Bei den Sprintern fehlten drei prominente Fahrer: Alessandro Petacchi war wegen Dopings gesperrt, Tom Boonen wurde aufgrund eines positiven Kokain-Befundes von den Veranstaltern ausgeladen, und Daniele Bennati sagte das Rennen aufgrund einer AchillessehnenentzĂŒndung ab. Zu den aussichtsreichsten Sprintern im Feld zĂ€hlten Ăscar Freire, Thor Hushovd, Erik Zabel, Robbie McEwen, Mark Cavendish, Gerald Ciolek, Robert Förster, Robert Hunter und Jimmy Casper.
Insgesamt starten 180 Fahrer in 20 Teams.
â Hauptartikel Fahrerfeld 2008
Bearbeiten StreckenfĂŒhrung
Der Veranstalter gab am 25. Januar 2007 die Startorte der ersten drei Etappen bekannt, die alle in der Bretagne liegen. Zum ersten Mal seit 1966 begann die Tour de France nicht mit einem Prolog oder einem Zeitfahren, sondern mit einer gewöhnlichen Etappe. Diese fĂŒhrte von Brest nach Plumelec. Die zweite Etappe fĂŒhrte von Auray nach Saint-Brieuc. Startort der dritten Etappe ist Saint-Malo. Ebenfalls um den Auftakt der Tour 2008 hatte sich DĂ€nemark beworben.[5]
Der komplette Kurs wurde am 25. Oktober 2007 prĂ€sentiert. Die Strecke verlĂ€uft fast ausschlieĂlich durch Frankreich, nur auf der 15. und 16. Etappe machte die Tour einen Abstecher nach Italien. Es gab insgesamt 10 Flachetappen, fĂŒnf Hochgebirgs- und vier Mittelgebirgsetappen sowie zwei Einzelzeitfahren.
Die Tour fĂŒhrte in der 197,5 km langen 1. Etappe ins Landesinnere nach Plumelec. Mit der 2., 3. sowie der 5. Etappe folgten fĂŒr die erste Tourwoche typische Flachetappen, bei denen Massensprints am Ziel sehr wahrscheinlich sind. Das erste Einzelzeitfahren fand am 8. Juli statt und stellt somit die 4. Etappe dar.
Die 6. und die 7. Etappe waren mittelschwer und besaĂen bereits einige Berge der 2. Kategorie, wobei die sechste Etappe mit einer Bergankunft (Super Besse, Kat. 2) endete. Die 8. Etappe war eine ĂberfĂŒhrungsetappe mit möglichem Massensprint im Zielort Toulouse.
Die 9., die 10. sowie die 11. Etappe fĂŒhrten durch die PyrenĂ€en. Es folgten drei ĂberfĂŒhrungsetappen. Noch vor dem zweiten Ruhetag am 21. Juli fand die erste Alpenetappe statt. Der Zielort war Prato Nevoso in Italien. Am 22. Juli folgte dann eine sehr schwere Etappe mit zwei Bergwertungen der höchsten Kategorie (hors categorie) und einen Tag spĂ€ter die 17. Etappe â die Königsetappe dieser Tour mit drei Bergwertungen der höchsten Kategorie (hors categorie), darunter auch der berĂŒhmte Col du Galibier â nach LâAlpe dâHuez.
Die Etappen 18 und 19 waren mittelschwer und somit gĂŒnstig fĂŒr AusreiĂer(-gruppen). Das Einzelzeitfahren am 26. Juli war dann nochmal die letzte Chance RĂŒckstĂ€nde aufzuholen, auf der letzten Etappe nach Paris ging es dann lediglich noch um den prestigetrĂ€chtigen Etappensieg auf den Champs-ĂlysĂ©es.
Bearbeiten Rennverlauf
Im Ziel der ersten Etappe in Plumelec erreichte Alejandro Valverde als erster mit einer Sekunde Vorsprung das Ziel. Er wurde dadurch erster TrĂ€ger des Gelben Trikots. Die zweite Etappe endete in einem reinen Massensprint, mit Thor Hushovd als Sieger, Valverde blieb im Gelben Trikot. Auch auf der dritten Etappe wurde ein Massensprint erwartet. Jedoch gelang vier Fahrern eine erfolgreiche Flucht, Samuel Dumoulin sprintete zum Sieg. Sein FluchtgefĂ€hrte Romain Feillu fuhr ins Gelbe Trikot. Die vierte Etappe, ein Einzelzeitfahren, gewann Stefan Schumacher, damit ĂŒbernahm er die GesamtfĂŒhrung.
Die fĂŒnfte Etappe hatte ein flaches Profil. Der 23-jĂ€hrige Mark Cavendish war der Schnellste im Massensprint. Mit einer Bergankunft endete die sechste Etappe. Stefan Schumacher hielt in der Spitzengruppe mit, kam jedoch mehrere Hundert Meter vor dem Ziel zu Sturz. Der Luxemburger Kim Kirchen war der neue TrĂ€ger des Gelben Trikots, den Etappensieg holte sich Riccardo RiccĂČ. Auch die siebente Etappe fĂŒhrte durch die Auvergne. Luis LeĂłn SĂĄnchez konnte sich wenige Kilometer vor dem Ziel absetzen und gewann. Kirchen blieb in gelb.
Am Abend vor der achten Etappe wurde Manuel BeltrĂĄn von seinem Team Liquigas suspendiert. Er wurde nach der ersten Etappe positiv getestet. Auf der zehnten Etappe ĂŒbernahm Cadel Evans das gelbe Trikot von Kim Kirchen. Der Australier fĂŒhrte mit nur einer Sekunde Vorsprung auf den Luxemburger FrĂ€nk Schleck. Vor dem Start der elften Etappe wurde bekannt, dass MoisĂ©s Dueñas nach der vierten Etappe positiv auf EPO getestet wurde. In Dueñas Hotelzimmer fand man unter anderem Spritzen und Blutbeutel. Kurz vor dem Start der zwölften Etappe wurde auch der zweimalige Etappensieger und Spitzenreiter in der Berg- sowie Nachswuchswertung Riccardo RiccĂČ des Dopings ĂŒberfĂŒhrt. Sein Team Saunier Duval-Scott zog sofort das komplette Team und damit auch den Sieger der 10. Etappe Leonardo Piepoli zurĂŒck. Nach der zwölften Etappe erhielt Sebastian Lang das gepunktete und Vincenzo Nibali das weiĂe Trikot - in beiden Wertungen war zuvor RiccĂČ in FĂŒhrung gelegen.
Die ĂberfĂŒhrungsetappen zwischen den PyrenĂ€en und den Alpen gewannen Kurt-Asle Arvesen, Mark Cavendish (zwei Etappen) und Ăscar Freire. Die erste Alpenetappe am Prato Nevoso in Italien konnte Simon Gerrans vor drei weiteren AusreiĂern fĂŒr sich entscheiden. Die GesamtfĂŒhrung ĂŒbernahm FrĂ€nk Schleck im Hauptfeld fahrend. Bernhard Kohl, der die Verfolger anfĂŒhrte, errang das gepunktete Trikot als bester Bergfahrer und fuhr auf Rang zwei vor. Nach dem zweiten Ruhetag das Peloton folgte die zweite Alpenetappe â mit dem Dach der Tour, dem Cime de la Bonette-Restefond. Wieder gelang einer AusreiĂergruppe die Flucht, es siegte Cyril Dessel. Von den Favoriten konnte Christian Vandevelde am letzten Anstieg nicht folgen. Denis Menschow verlor in der Abfahrt Richtung Ziel eine halbe Minute.
Die dritte Alpenetappe war die Königsetappe nach LâAlpe dâHuez. Die Favoriten warteten auf den Schlussanstieg. Dort attackierte Sastre. Nur Menschow reagierte, er konnte dem Tempo aber nicht folgen. Sastre siegte mit zwei Minuten Vorsprung, und ĂŒbernahm damit das Gelbe Trikot von seinem Teamkollegen FrĂ€nk Schleck. In der Favoritengruppe konterte Andy Schleck die zahlreichen Angriffe und hielt so die Gruppe zusammen.
Die nĂ€chsten beiden Etappen gewannen AusreiĂer â Marcus Burghardt und Sylvain Chavanel. Stefan Schumacher gewann auch das zweite Zeitfahren vor dem Favoriten Fabian Cancellara. Der als stĂ€rkerer Zeitfahrer und Favorit auf den Toursieg eingestufte Cadel Evans konnte nicht genug Zeit auf Sastre gutmachen und musste sich mit ĂŒber einer Minute RĂŒckstand mit Platz zwei im Gesamtklassement begnĂŒgen. Der Bergspezialist Bernhard Kohl verteidigte mit einem neunten Platz im Zeitfahren den dritten Podestplatz. FrĂ€nk Schleck fiel vom zweiten auf den sechsten Gesamtrang zurĂŒck.
Die Schlussetappe auf die Champs-ĂlysĂ©es gewann der Belgier Gert Steegmans im Massensprint.
Bearbeiten EtappenĂŒbersicht
Links zu den Artikeln zu den einzelnen Etappen stehen in der ersten Spalte der Tabelle. Die TrÀger des Gelben Trikots sind jeweils nach Abschluss der Etappe angegeben.
| Etappen | Typ | Tag | StartâZiel | km | Profil | Höhen- meter [6] |
Etappensieger | Zeit (h) |
Schnitt (km/h) |
Gelbes Trikot |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. Etappe | Sa., 5. Juli | Brest â Plumelec | 197,5 | 2.300 | Alejandro Valverde | 4:36:07 | 42,917 | Alejandro Valverde | ||
| 2. Etappe | So., 6. Juli | Auray â Saint-Brieuc | 164,5 | 1.810 | Thor Hushovd | 3:45:13 | 43,824 | |||
| 3. Etappe | Mo., 7. Juli | Saint-Malo â Nantes | 208 | 1.410 | Samuel Dumoulin | 5:05:28 | 40,856 | Romain Feillu | ||
| 4. Etappe | EZF | Di., 8. Juli | Cholet â Cholet | 29,5 | 265 | Stefan Schumacher | 0:35:44 | 49,534 | Stefan Schumacher | |
| 5. Etappe | Mi., 9. Juli | Cholet â ChĂąteauroux | 232 | 970 | Mark Cavendish | 5:27:52 | 42,456 | |||
| 6. Etappe | Do., 10. Juli | Aigurande â Super Besse | 195,5 | 3.310 | Riccardo RiccĂČ | 4:57:52 | 39,380 | Kim Kirchen | ||
| 7. Etappe | Fr., 11. Juli | Brioude â Aurillac | 159 | 2.730 | Luis LeĂłn SĂĄnchez | 3:52:53 | 40,960 | |||
| 8. Etappe | Sa., 12. Juli | Figeac â Toulouse | 172,5 | 2.060 | Mark Cavendish | 4:02:54 | 42,610 | |||
| 9. Etappe | So., 13. Juli | Toulouse â BagnĂšres-de-Bigorre | 224 | 3.730 | Riccardo RiccĂČ | 5:39:28 | 39,592 | |||
| 10. Etappe | Mo., 14. Juli | Pau â Hautacam | 156 | 4.250 | Leonardo Piepoli | 4:19:27 | 36,076 | Cadel Evans | ||
| 1. Ruhetag | Di., 15. Juli | â | ||||||||
| 11. Etappe | Mi., 16. Juli | Lannemezan â Foix | 167,5 | 2.990 | Kurt-Asle Arvesen | 3:58:13 | 42,188 | |||
| 12. Etappe | Do., 17. Juli | Lavelanet â Narbonne | 168,5 | 1.390 | Mark Cavendish | 3:40:52 | 45,774 | |||
| 13. Etappe | Fr., 18. Juli | Narbonne â NĂźmes | 182 | 1.320 | Mark Cavendish | 4:25:42 | 41,099 | |||
| 14. Etappe | Sa., 19. Juli | NĂźmes â Digne-les-Bains | 194,5 | 1.480 | Ăscar Freire | 4:13:08 | 46,102 | |||
| 15. Etappe | So., 20. Juli | Embrun â Prato Nevoso (ITA) | 183 | 4.210 | Simon Gerrans | 4:50:44 | 37,767 | FrĂ€nk Schleck | ||
| 2. Ruhetag | Mo., 21. Juli | â | ||||||||
| 16. Etappe | Di., 22. Juli | Cuneo (ITA) â Jausiers | 157 | 4.610 | Cyril Dessel | 4:31:27 | 34,703 | |||
| 17. Etappe | Mi., 23. Juli | Embrun â LâAlpe dâHuez | 210,5 | 6.060 | Carlos Sastre | 6:07:58 | 34,324 | Carlos Sastre | ||
| 18. Etappe | Do., 24. Juli | Le Bourg-dâOisans â Saint-Ătienne | 196,5 | 1.790 | Marcus Burghardt | 4:30:21 | 43,610 | |||
| 19. Etappe | Fr., 25. Juli | Roanne â Montluçon | 165,5 | 1.930 | Sylvain Chavanel | 3:37:09 | 45,729 | |||
| 20. Etappe | EZF | Sa., 26. Juli | CĂ©rilly â Saint-Amand-Montrond | 53 | 355 | Stefan Schumacher | 1:03:50 | 49,817 | ||
| 21. Etappe | So., 27. Juli | Ătampes â Paris, Champs-ĂlysĂ©es | 143 | 1.070 | Gert Steegmans | 3:51:38 | 37,041 | |||
Bearbeiten Wertungen im Tourverlauf
Die Tabelle zeigt den FĂŒhrenden in der jeweiligen Wertung zu Beginn der jeweiligen Etappe an.
- 1) Philippe Gilbert trug als Zweiter der Sprintwertung das grĂŒne Trikot.
- 2) Andy Schleck trug als Zweiter der Jungprofiwertung das weiĂe Trikot.
- 3) Auf der 7. Etappe trug Thor Hushovd als Zweiter der Sprintwertung das grĂŒne Trikot, auf der 8. & 10. Etappe Ăscar Freire.
- 4) Vincenzo Nibali trug als Zweiter der Jungprofiwertung das weiĂe Trikot.
- 5) Nach dem Ausschluss von Riccardo RiccĂČ und dem RĂŒckzug des Teams Saunier Duval-Scott mit dem Zweiten der Wertung David de la Fuente trug auf der 12. Etappe kein Fahrer das Bergtrikot.
- 6) Vincenzo Nibali war auf der 12. Etappe zunĂ€chst als ErsatztrĂ€ger vorgesehen, doch nach der Suspendierung von Riccardo RiccĂČ war er FĂŒhrender der Jungprofiwertung.
- 7) Sylvain Chavanel trug als Gesamtsieger dieser Wertung auf der letzten Etappe die rote RĂŒckennummer. Aggressivster Fahrer des letzten Tagesabschnittes war Nicolas Vogondy.
Die Rote Laterne fĂŒr den letzten Platz in der Gesamtwertung wurde zum dritten Mal an Wim Vansevenant vergeben. Vor ihm hat noch kein Fahrer drei Mal Paris als Letzter erreicht.
Bearbeiten Doping
Bearbeiten DopingprÀvention
Alle an der Tour de France teilnehmenden Teams waren verpflichtet, einen âAnti-Doping-Vertragâ zu unterschreiben, der im Falle des Bekanntwerdens eines Dopingvergehens wĂ€hrend der Tour eine Strafzahlung von 100.000 Euro vorsieht, falls der Fahrer unter Mitwissen des Teams gedopt hat. Die Strafe ist an den französischen Radsportverband zu zahlen. Mögliche Auseinandersetzungen zwischen Teams und Veranstaltern werden vom französischen NOK geregelt. Ob dieser Vertrag mehr juristisches Gewicht hat als die EhrenerklĂ€rung, die bei der letzten Austragung von den einzelnen Fahrern unterschrieben werden musste, ist unklar. Alle 20 teilnehmenden Teams haben den Vertrag unterschrieben.[1][7]
Bearbeiten DopingfÀlle
Nach der siebten Etappe wurde bekannt, dass der Spanier Manuel BeltrĂĄn vor dem Start der ersten Etappe positiv auf EPO getestet wurde. Der Fahrer wurde von seinem Team Liquigas aus dem Rennen genommen und bis zum Bekanntwerden der Ergebnisse der B-Probe vorlĂ€ufig suspendiert. Im Hotelzimmer BeltrĂĄns konnten keine DopingprĂ€parate durch die französische Polizei festgestellt werden.[8] Auch MoisĂ©s Dueñas wurde bei der vierten Etappe positiv auf EPO getestet, gab die französische Anti-Doping-Agentur AFLD vor dem Start der elften Etappe bekannt. Der 27-jĂ€hrige wurde darauf sofort von seinem Team Barloworld suspendiert.[9] DarĂŒber hinaus wurden bei 5 bis 20 Fahrern auffĂ€llige Blutwerte festgestellt.[10][11]
Nach der elften Etappe wurde bekannt, dass auch der zweifache Etappensieger bei der diesjĂ€hrigen Tour Riccardo RiccĂČ positiv auf EPO getestet wurde.[12] Daraufhin trat sein Team Saunier Duval-Scott nicht mehr zur 12. Etappe an.[13] Tags darauf wurde mit Leonardo Piepoli ein weiterer mit EPO gedopter Fahrer ĂŒberfĂŒhrt. Auch er wurde â wie Riccardo RiccĂČ â von Saunier Duval-Scott sofort entlassen.
Nach der 18. Etappe wurde der in der Gesamtwertung auf Position 19 liegende Kasache Dmitri Fofonow vom Team Crédit Agricole positiv auf ein Stimulanzmittel getestet.[14]
Am 9. August 2008 wurde bekannt, dass es mit Jimmy Casper den fĂŒnften Dopingfall gab. Es wurden Spuren von Kortison in seinem Urin gefunden.[15]
Bearbeiten Preisgelder
WĂ€hrend der Tour wurden Preisgelder in Höhe von 3,25 Millionen ⏠ausgeschĂŒttet. Jedes Team erhielt ein Antrittsgeld von 51.243 âŹ. Traditionell teilten sich innerhalb der Teams alle Fahrer und Helfer die gewonnenen Preisgelder.
| Platzierung | 1. | 2. | 3. | Anmerkung |
|---|---|---|---|---|
| Etappenwertung | 8.000 ⏠| 4.000 ⏠| 2.000 ⏠| gestaffelt bis zum 20. Platz (200 âŹ) |
| Zwischensprints | 800 ⏠| 450 ⏠| 300 ⏠| 45 Zwischensprints wÀhrend der Tour |
| Bergwertung Kat. HC | 800 ⏠| 450 ⏠| 300 ⏠| 8 Wertungen wÀhrend der Tour |
| Bergwertung Kat. 1 | 650 ⏠| 400 ⏠| 150 ⏠| 4 Wertungen wÀhrend der Tour |
| Bergwertung Kat. 2 | 500 ⏠| 250 ⏠| â | 5 Wertungen wĂ€hrend der Tour |
| Bergwertung Kat. 3 | 300 ⏠| â | 14 Wertungen wĂ€hrend der Tour | |
| Bergwertung Kat. 4 | 200 ⏠| â | 26 Wertungen wĂ€hrend der Tour | |
| Nachswuchsfahrer | 500 ⏠| â | Schnellster Nachwuchsfahrer der Etappe | |
| KĂ€mpferischster Fahrer | 2.000 ⏠| â | Ausgenommen Zeitfahren | |
| Mannschaft | 2.800 ⏠| â | Schnellste Mannschaft der Etappe | |
- Sonderwertungen
- Souvenir Jacques Goddet auf dem Col du Tourmalet fĂŒr den Ersten: 5000 âŹ
- Souvenir Henri Desgrange auf dem Col du Galibier fĂŒr den Ersten: 5000 âŹ
| Team | ⏠| |
|---|---|---|
| 1. | Team CSC Saxo Bank | 621.210 |
| 2. | Silence-Lotto | 233.450 |
| 3. | Gerolsteiner | 192.370 |
| 4. | Rabobank | 154.250 |
| 5. | Team Columbia | 113.450 |
| 6. | Cofidis | 91.460 |
| 7. | Garmin-Chipotle | 82.570 |
| 8. | Ag2r-La Mondiale | 71.060 |
| 9. | Caisse dâEpargne | 59.510 |
| 10. | Crédit Agricole | 55.450 |
| 11. | Euskaltel-Euskadi | 53.130 |
| 12. | Liquigas | 49.220 |
| 13. | Française des Jeux | 45.780 |
| 14. | Team Milram | 35.490 |
| 15. | Agritubel | 32.540 |
| 16. | Quick Step | 31.470 |
| 17. | Bouygues Télécom | 24.900 |
| 18. | Barloworld | 22.480 |
| 19. | Lampre | 9.840 |
| 20. | Saunier Duval-Scott | 0 |
Das Team CSC-Saxo Bank um den Toursieger Sastre gewann am meisten Preisgeld. Saunier Duval-Scott erhielt aufgrund des positiven Dopingtests von RiccĂČ keine Preisgelder.
Bearbeiten Ausgeschiedene Fahrer
Insgesamt schieden 35 Fahrer aus. Somit erreichten 145 Fahrer das Ziel in Paris. CSC Saxo Bank, Milram und Euskaltel-Euskadi beendeten die Tour komplett mit allen neun Fahrern.
| Etappe | Fahrer | Team | Grund |
|---|---|---|---|
| DNF 1. | Hervé Duclos-Lassalle | Cofidis | Sturz |
| DNF 3. | Ăngel GĂłmez | Saunier Duval-Scott | Sturz |
| DNF 5. | Mauricio Soler | Barloworld | Sturz |
| DNS 6. | Aurélien Passeron | Saunier Duval-Scott | Sturzverletzungen |
| DNF 7. | Mauro Facci | Quick Step | Aufgabe |
| DNF 7. | Lilian Jégou | Française des Jeux | Kollision mit einem Baum |
| DNF 7. | John Gadret | ag2r La Mondiale | Aufgabe |
| DNF 7. | Christophe Moreau | Agritubel | Aufgabe |
| DSQ 7. | Magnus BĂ€ckstedt | Garmin-Chipotle | ZeitĂŒberschreitung |
| DNS 8. | Manuel BeltrĂĄn | Liquigas | Suspendierung wegen Dopingverdacht: Positive A-Probe nach 1. Etappe |
| DNF 10. | Juri Trofimow | Bouygues Télécom | Aufgabe[16] |
| DNS 11. | Moisés Dueñas | Barloworld | Suspendierung wegen Dopingverdacht: Positive A-Probe nach 4. Etappe |
| DNF 11. | Paolo Longo Borghini | Barloworld | Sturz |
| DNF 11. | Félix Cårdenas | Barloworld | Sturz |
| DNS 12. | Riccardo RiccĂČ | Saunier Duval-Scott | Suspendierung wegen Dopingverdacht: Positive A-Probe nach 4. Etappe |
| DNS 12. | Rubens Bertogliati | Saunier Duval-Scott | Team-RĂŒckzug |
| Juan José Cobo | |||
| David de la Fuente | |||
| JesĂșs Del Nero | |||
| Josep Jufré | |||
| Leonardo Piepoli | |||
| DNF 12. | Baden Cooke | Barloworld | Sturz |
| DNF 14. | Nicolas Jalabert | Agritubel | Aufgabe |
| DNS 15. | Mark Cavendish | Team Columbia | Erschöpfung[17] |
| DNF 15. | Mark Renshaw | Crédit Agricole | Aufgabe |
| DNF 15. | Stijn Devolder | Quick Step | Aufgabe |
| DNF 15. | Ăscar Pereiro | Caisse dâEpargne | Sturz |
| DNF 16. | Sébastien Chavanel | Française des Jeux | Aufgabe |
| DSQ 16. | Francesco Chicchi | Liquigas | ZeitĂŒberschreitung |
| DSQ 17. | Jimmy Casper | Agritubel | ZeitĂŒberschreitung |
| DNS 19. | Damiano Cunego | Lampre | Sturz auf der 18. Etappe |
| DNF 19. | Christophe Brandt | Silence-Lotto | Aufgabe |
| DSQ 19. | Fabian Wegmann | Gerolsteiner | ZeitĂŒberschreitung |
| DSQ 19. | Romain Feillu | Agritubel | ZeitĂŒberschreitung |
| DSQ 19. | Juan Antonio Flecha | Rabobank | ZeitĂŒberschreitung |
Bearbeiten Einzelnachweise
- â a b rad-net.de: Tour: 100 000 Euro Strafe bei Doping-Vergehen abgerufen am 3. Juni 2008
- â fr-online.: Verband droht Tour-Teams abgerufen am 4. Juni 2008
- â rad-net.de: UCI suspendiert französischen Verband abgerufen am 13. Juni 2008
- â rad-net.de: High Road ohne Michael Rogers zur Tour abgerufen am 17. Juni 2008
- â radsportnews.net: DĂ€nemark bewarb sich um Tour-Start 2008 abgerufen am 3. Juni 2008
- â tour.ard.de Etappen abgerufen am 28. Juli 2008
- â rad-net.de: Alle 20 Teams unterschreiben Tour-VertrĂ€ge abgerufen am 7. Juni 2008
- â fr-online.de: Angst vor weiteren Doping-FĂ€llen abgerufen am 13. Juli 2008
- â Les dĂ©pĂȘches der 11. Etappe auf letour.fr, abgerufen am 16. Juli 2008
- â rad-net.de: Schumacher stark - Beltran erster Dopingfall abgerufen am 13. Juli 2008
- â fr-online.de: Alles wie immer abgerufen am 13. Juli 2008
- â http://tour.ard.de/tdf/aktuell/kw29/ricco_positiv_20080717.htm
- â La formation Saunier-Duval sâest retirĂ©e de la course. auf www.letour.fr, abgerufen am 17. Juli 2008
- â Spiegel Online: Vierter Fall: Fofonov positiv auf Doping getestet abgerufen am 27. Juli 2008
- â live-radsport.ch: Jimmy Casper der 5. Dopingfall der Tour abgerufen am 9. August 2008
- â Piepoli of Italy wins 10th stage of Tour
- â http://tdf.sbs.com.au/tdf2008/news/article/a/2260/h/-Cavendish-pulls-out-of-Tour-de-France
Bearbeiten Weblinks
1. Etappe | 2. Etappe | 3. Etappe | 4. Etappe | 5. Etappe | 6. Etappe | 7. Etappe | 8. Etappe | 9. Etappe | 10. Etappe | 11. Etappe | 12. Etappe | 13. Etappe | 14. Etappe | 15. Etappe | 16. Etappe | 17. Etappe | 18. Etappe | 19. Etappe | 20. Etappe | 21. Etappe
1903 | 1904 | 1905 | 1906 | 1907 | 1908 | 1909 | 1910 | 1911 | 1912 | 1913 | 1914 | â | 1919 | 1920 | 1921 | 1922 | 1923 | 1924 | 1925 | 1926 | 1927 | 1928 | 1929 | 1930 | 1931 | 1932 | 1933 | 1934 | 1935 | 1936 | 1937 | 1938 | 1939 | â | 1947 | 1948 | 1949 | 1950 | 1951 | 1952 | 1953 | 1954 | 1955 | 1956 | 1957 | 1958 | 1959 | 1960 | 1961 | 1962 | 1963 | 1964 | 1965 | 1966 | 1967 | 1968 | 1969 | 1970 | 1971 | 1972 | 1973 | 1974 | 1975 | 1976 | 1977 | 1978 | 1979 | 1980 | 1981 | 1982 | 1983 | 1984 | 1985 | 1986 | 1987 | 1988 | 1989 | 1990 | 1991 | 1992 | 1993 | 1994 | 1995 | 1996 | 1997 | 1998 | 1999 | 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009
